Seit Jahren werden Pflanzen in der traditionellen Heilkunde vieler, vielleicht aller Länder und Population dieser Erde eingesetzt. Auch die meisten unserer modernen Medikamenten-Wirkstoffe basieren auf Pflanzenstoffen. Doch wieso? Wieso finden wir «Gegengifte» zu unseren Leiden in Pflanzen?
Zellschalter, die gesund machen
Der Begriff Xenohormesis stammt vom berühmten Langlebigkeitsforscher David Sinclair (Harvard). Er hat mit seinen Forschungen entscheidend dazu beigetragen, dass wir heute verstehen, wie man Alterung bremst und Gesundheit «macht».
Er hat nämlich gewisse Zellschalter entdeckt und genauer beschrieben, die, wenn man sie «drückt», förderliche Effekte für den Organismus haben. In diesem Zusammenhang wurde Resveratrol weltberühmt, der «Zauberstoff aus der roten Traube».
Verabreichte Sinclair alternden, übergewichtigen und stoffwechselkranken Mäusen diesen Stoff, waren die Tiere eben nicht mehr stoffwechselkrank, sondern zeigten verbesserte Stoffwechselmarker und einen unglaublichen Zugewinn an körperlicher Leistungsfähigkeit.
Heisst: Es geht. Man kann per Stoffwechsel-Knopfdruck Gesundheit und Leistungsfähigkeit machen. Seine Forschungen waren die Triebfeder für unser erstes Buch, das «Handbuch zu Ihrem Körper» – ein Amazon-Bestseller zur damaligen Zeit (2014).
Das ist Xenohormesis
Das Wort Xenohormesis setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: «Xeno» (aus dem Griechischen für fremd) und Hormesis. Hormesis beschreibt die Beobachtung, dass milde Stressoren (z. B. Gifte in niedriger Dosis) nicht krank, sondern stärker, gesünder machen, also eine adaptive Reaktion des Organismus hervorrufen.
Über Jahrmillionen der Entwicklungszeit gelang es Organismen von der Stressantwort der Pflanzen zu profitieren. Denn wenn Pflanzen z. B. durch Dürre, UV-Licht oder Nährstoffmangel gestresst werden, bilden sie vermehrt Pflanzenstoffe, die sie davor schützen sollen.
Tiere, die diese Pflanzen essen und diese Stoffe aufnehmen, reagieren dann gleichermaßen mit einer nützlichen, also gesunderhaltenden oder -machenden Stressantwort. Hormesis hat sich also von einem fremden (xeno) Organismus, der Pflanze, auf den anderen, z. B. Mensch, übertragen.
Sensationell. So erklärte sich Sinclair, warum der heilige Pflanzenstoff Resveratrol aus der roten Traube Tiere gesund machte. Denn auch Resveratrol wird besonders intensiv gebildet, wenn die Weinrebe durch Umwelteinflüsse mild gestresst wird.
Xenohormesis gilt für eine Vielzahl an Pflanzen bzw. -stoffen. Uns allen bekannt: Grüntee (EGCG), Olive (Oleuropein), Granatapfel (Punicalagin), rote Trauben (OPC), Kurkuma (Curcumin) oder Ashwagandha (Withanolide).
Die Dosis macht das Gift!
Pflanzenstoffe halten und machen also gesund. Doch Vorsicht. Hormesis beinhaltet auch, dass es ein Zuviel gibt. Der Mensch weiss das instinktiv, daher kochen wir den Brokkoli zumeist und verzehren nicht Unmengen davon roh.
Denn in hohen Mengen können diese Pflanzenstoffe schaden. Unsere Sensorik ist über Jahrmillionen unserer Entwicklungszeit sehr gut geschult darin, uns ein starkes Feedback zu schicken, wann wir genug Salat gegessen haben.
Bei Extrakten wie dem Kaffee oder den oben genannten Supplementen, sollte man jedoch immer sehr genau darauf achten, dass man es nicht übertreibt. Über die Nachteile vom Kaffee in dieser Hinsicht haben wir vielfach berichtet.
Jetzt weisst du nochmal etwas präziser, warum kleine Dosen nützlich sind und hohe Dosen schädlich sein können – also warum der Espresso am Morgen vielleicht schützend wirkt, während die dritte volle Kaffeetasse am Nachmittag möglicherweise dein Wohlgefühl beeinträchtigt.
Xenohormesis!
PS: Omega-3, Macarena und Curcumin sind wieder da
Unser Mix aus Acetyl-L-Carnitin und R-α-Liponsäure, die alte Ratten den Macarena tanzen lassen ;-), ist wieder da. Auch die patentierte Curcumin-Formel Longvida® Optimised Curcumin® ist wieder auf Lager. Ausserdem sind auch unsere beliebten 300er Omegas endlich wieder erhältlich!
Unsere Omega-3-Kapseln sind laborgeprüft und weisen einen niedrigen Totox-Wert auf, der einem frischen Öl entspricht.
Wer sich wundert, warum die Fettsäure Stearinsäure in den Zutaten des Longvida® Optimised Curcumin® auftaucht: Es wird zur Erhöhung der Bioverfügbarkeit eine Fett-Phospholipidhülle genutzt, die aus Lecithin und Stearinsäure aufgebaut ist.
Dadurch wird Curcumin geschützt und die Bioverfügbarkeit stark erhöht. Es ist also kein lästiger Begleitstoff, sondern ein integraler Bestandteil der Transporttechnologie des Produkts, das eine herausragende Bioverfügbarkeit gewährleistet.