Wir befürchten: Die wenigsten von uns haben «Protein» wirklich verstanden. Ursächlich dafür dürfte sein, dass sich viele nicht trauen, mal ihre Nieren und die Leber ordentlich zu belasten und deshalb chronisch unter 100 g hochwertigem (!) Eiweiss am Tag bleiben. Ausserdem sind wir indoktriniert. Dagegen kann man sich gar nicht wehren. Seit vielen Jahrzehnten hört man mantraartig, wie böse Eiweiss und Protein sind – natürlich insbesondere Fleisch –, dass höchstens Sportler mehr brauchen (aber auch nicht so viel mehr, versteht sich ;-) und dann kommen manche radikale Veganer um die Ecke, die ja ohnehin mit dem Minimalprinzip argumentieren, nach dem Motto, «An Proteinmangel ist noch niemand bei uns gestorben» – der Todesstoß fürs Unterbewusstsein.
Dumm nur, dass wir ja alle mehr oder weniger vom Unterbewusstsein gesteuert werden. Wenn das erst mal mit solchen «Wahrheiten» abgefüllt ist, muss man sich wirklich viel Mühe geben, sich «Protein» neu beizubringen. Protein ist eben nicht nur Körper, also nicht nur Muskel – rein strukturell betrachtet ist Protein freilich auch Bindgewebe, auch Knochen, auch Neurotransmitter und natürlich auch Immunsystem. Woraus bestehen Antikörper? Woraus bestehen antimikrobiell wirkende Peptide? Mit welchen Stoffen bekämpfen T-Zellen von Krebs oder Viren befallene Zellen (Stichwort Perforin etc.)? Genau: All das besteht aus Eiweiss, sprich aus Aminosäuren.
«Feinstofflich», also für den Mediziner und für Naturwissenschaftler eher nicht greifbar, ist das Lebensgefühl. Also die Summe aus hoffentlich gut ablaufenden Funktionen im Körper, die dem Ding zwischen unseren Ohren signalisieren, dass alles prima in uns ist. Die Folge ist dann Wohlgefühl, mentale Robustheit, Lebensenergie und Antriebsreichtum. Das Gegenteil davon lässt sich sehen (oder spüren), wenn man Corona hat (wohlgemerkt: Galt mal für Delta...). Extremste Schlappheit. Stecker gezogen. Was da passiert, ist prinzipiell einfach zu verstehen: Der Körper schüttet in Folge der (ggf. massiven) Infektion Zytokine aus, die uns lahmlegen. In der Wissenschaft heisst das sickness behavior. Ein ganz besonders markantes Merkmal einer Delta-Infektion.
Jedenfalls will der Körper uns dadurch zwingen, Energie zu sparen. Warum? Weil wir einen unglaublichen Proteinverbrauch haben. Immunzellen müssen sich massiv vermehren. Müssen massiv Abwehrstoffe produzieren (s. o.). Müssen massiv Antikörper herstellen. Müssen Geschwebeschäden reparieren (Lunge z. B.) – und umgekehrt saugt uns eine schwere Infektion förmlich leer und das komplette Immunsystem muss sich wieder «auffüllen»; ähnlich wie ein Muskel, den man hart trainiert und damit leer gepumpt hat. Kriegt der Körper nicht gleich seinen (Immun-)Fuss in die Tür, wird es ggf. chronisch; wir verschleppen die Infektion und man spricht von... Du weisst schon.
Corona bzw. das Immunsystem soll jedoch nur die Überleitung sein, die Überleitung zur Bedeutung von Eiweiss und Aminosäuren, speziell mit Blick auf das Immunsystem. Über die Jahre sind wir beispielsweise Fans geworden von ...
- Glycin: Nannten wir vor vielen Jahren schon «Aminosäure der Zukunft». Diese Aminosäure baut nicht nur unser Bindgewebe auf. Sie schmeckt wunderbar angenehm süss (für in den Tee, z. B.), sie hemmt Entzündungen, sie macht sogar 1 von 3 Aminosäuren im wichtigsten Antioxidans des Körpers (Glutathion) aus, sie hat positiven Einfluss auf den Energiestoffwechsel (z. B. über die Bildung von Häm) und hat eine immense Bedeutung im Nervensystem, das wir als «beruhigende Wirkung» wahrnehmen. Beste Quellen: Kollagen vom Tier und Shrimps/Muscheln (daher kommt der süssliche Geschmack).
Doch das ist ja lange nicht alles. Es gibt 20 (21) dieser Wundersubstanzen, die alle wichtige Funktionen im Körper steuern. Weitere:
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Threonin: Eine den meisten völlig unbekannte Aminosäure. Ein Mangel macht in Tierversuchen die Leber fett. Ist essentiell (!) für das Vermehren bestimmter Stammzellen. Macht den Darm robust und gesund und – Achtung – ist essentiell für die Bildung von Antikörpern und Schleim (Muzinen). Wenn die Schleimhäute sich also nicht mehr wehren (können), weil sie zu wenig Schleim produzieren, sind vielleicht einfach die Threonin-Speicher verarmt. Kein Witz: Umgekehrt wurde in Tierversuchen nämlich gezeigt, dass u. a. die Threonin-Gabe die Schleimproduktion anregen kann. Beste Quelle vermutlich: Fisch
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Arginin: Eine Aminosäure, über die mittlerweile häufiger gesprochen wird. Das liegt daran, dass insbesondere Männer irgendwann gewisse Probleme bekommen. Hintergrund ist dann meistens die Blutzirkulation, die sich eben mit einem nicht mehr ganz so gesunden Kreislaufsystem rumschlagen muss. Arginin ist Ausgangsstoff für die Bildung von Stickstoffmonoxid, das möglicherweise wichtigste Gefässgas, wenn es darum geht, die Gefässe gesund zu halten. Ein Abfall davon macht die Gefässe krank – und zeitgleich den Energiestoffwechsel. Darüber haben wir sogar ein Buch geschrieben. Den meisten völlig unbekannt ist, dass Stickstoffmonoxid auch der Pathogenabwehr dient. Sprich Arginin ist auch essentiell für die Waffe(n) des Immunsystems. Hinzu kommt, dass ein Arginin-Entzug die «angeborene» Immunabwehr schwächt. Arginin fördert darüber hinaus sehr potent die Wundheilung. Super Quelle: Soja-Protein
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Noch so ein Liebling ist Cystein. Macht die Proteine im Körper, das Bindgewebe, die Arterien, belastbar. Das liegt an der s. g. endständigen Schwefelgruppe – die kann frei reagieren und sorgt zum Beispiel für Verknüpfungen zwischen Proteinen. Aber auch Schwermetalle und andere Gifte können damit reagieren und unschädlich gemacht werden. Zeitgleich fungiert diese Schwefelgruppe dadurch als vielleicht unsere wichtigste Schwefel-Quelle im Körper. Als Bestandteil vom Glutathion (wie Glycin, s. o.) hemmt Cystein zudem Entzündungen. Ausgezeichnete Quelle: Eier
Viele Wirkungen dieser Aminosäuren gehen nicht von ihnen selbst aus, sondern von ihrer Rolle als Bestandteil von Proteinen, zum Beispiel in Form von Bindgewebe oder Antikörpern. Eiweiss muss der Körper also immer aufbauen. Dafür braucht er natürlich die nötigen Baustoffe, aber auch den richtigen hormonellen Input, zum Beispiel genug Testosteron oder ein normales Level an Schilddrüsenhormonen. Man kann sich vorstellen, dass der Körper dann noch ein bisschen schneller und flinker Körperproteine aufbaut.
Die meisten von uns sind nicht optimal mit der breiten Palette an Aminosäuren versorgt. Das liegt zum einen daran, dass es eben einen Unterschied macht, ob ich 100 g Eiweiss aus einer hochwertigen Proteinquelle beziehe – also Fleisch zum Beispiel –, oder mein Körper sich die 100 g aus minderwertigen Quellen zusammensuchen muss. Die Verdaubarkeit von Pflanzenproteinen z. B. ist gering – Vollkornbrot ist kein guter Aminosäurenlieferant. Umgekehrt wurde beispielsweise von der Aminosäure Glycin gezeigt, von der man ursprünglich dachte, der Körper könne sie in ausreichenden Mengen selbst bilden, dass uns täglich bis zu 10 g davon fehlt.
10 Gramm! Wer sich also durchschnittlich mit 5 g Glycin am Tag ernährt – was schon viel ist –, könnte nochmal die doppelte Menge drauf packen. So viel Spielraum hätten wir. Dafür gibt's zum Beispiel unser extrem glycinreiches Weide-Kollagen. ;-) Ähnliches darf man von vielen weiteren Aminosäuren erwarten. Es macht einen riesigen Unterschied mit Blick auf die Gefässgesundheit (und Immunsystem und...), ob man am Tag 3 oder 6 g Arginin zu sich nimmt. Was freilich auch für Cystein oder Threonin gilt.
Ziel sollte (oder muss) es daher sein, so oft wie möglich eine gute, am besten sehr hochwertige Portion Protein in den Körper zu bekommen – wer seinen Tag mit einem Marmeladen-Brötchen und einer Scheibe Wurst startet, hat schon verloren. Vor allem, wenn man verschleppte, virus-bedingte Erkrankungen ausheilen möchte. Das Rezept hier wäre dann: Energiesparmodus + genug Essen + das richtige Essen (kein Weizen z. B.) + genug Eiweiss essen.
Genau aus diesen Gründen gibt es unsere Eiweiss- und Aminosäuren-Präparate.