
Ernährung
Du musst fürs Hirn essen!
Dein Gehirn ist dein wertvollstes Organ – und es braucht die richtigen Nährstoffe. Warum Tierprodukte für deine kognitiven Funktionen essentiell sind.

Ernährung
Dein Gehirn ist dein wertvollstes Organ – und es braucht die richtigen Nährstoffe. Warum Tierprodukte für deine kognitiven Funktionen essentiell sind.
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Für wen oder was essen wir überhaupt? Diesbezüglich gibt es viele falsche Vorstellungen. So rein mit Blick auf das Physische, essen wir aus zwei wesentlichen Gründen:
Die meisten scheinen völlig zu ignorieren, dass wir ein unglaublich grosses, metabolisch aktives Gehirn haben. Alles, was es auf dieser Welt Menschengemachtes zu sehen gibt, kommt aus diesem Fettbatzen zwischen den Ohren. Dieses Gehirn ist es, was uns zum Menschen macht. Und tatsächlich steuert dieses Gehirn alles in unserem Körper – sogar das, was im Muskel passiert. Mit Blick auf den Energiestoffwechsel zeigt sich, dass das Gehirn ebendiesen systemisch zu steuern vermag.
Und das Gehirn ist es, das zwischen der Welt und dir steht. Denn alles, was als Reiz auf deinen Körper trifft, wird in Form von Sinnen erfasst und im Nervensystem, aber mehr noch im Gehirn, verarbeitet. Unlängst gab es diesbezüglich eine Arbeit, die darlegte, dass «unsere Empfindungen nicht nur durch eingehende sensorische Informationsströme, sondern auch durch unseren inneren Körperzustand bestimmt werden, wodurch die Vorstellung, dass unsere Empfindungen objektiv und unvoreingenommen sind, scheinbar widerlegt wird.»
Aha! Oh! Das würde bedeuten, dass es für uns als Individuum nicht wirklich objektiv wahrnehmbare Tatsachen da draussen gibt. Das ergibt Sinn. Haben wir ja im Zuge der Coronakrise mehr als eindringlich erlebt. Über die Wahrnehmungen von manchen (oder vielen) Menschen konnte man nur den Kopf schütteln. Aber: Das ist ihre Realität – wer sind wir, zu sagen, diese ihre Realität ist besser oder schlechter als meine? Hier driften wir ins Philosophische ab.
Wichtig scheint zu sein: «Du denkst, wie oder was du isst.» Denn klar ist auch: Wenn wir den Körper nicht gut füttern, kann das System Informationen gar nicht ordentlich prozessieren, was als Folge hat, dass wir – gelinde gesagt – eine Sche*ss zusammendenken. Und an dieser Stelle glauben wir durchaus, dass manche Irrungen und Wirrungen in unserer Gesellschaft daher rühren, dass viele von uns falsch genährt sind und zwangsläufig Fehler in der eigenen Wahrnehmung, im eigenen Fühlen und im eigenen analytischen Denken haben.
Leider gibt es ein kleines biologisches Geheimnis: Wir befinden uns konstant in Auf- oder Abwärtsspiralen. Das heisst, wenn das Gehirn erst mal falsche Entscheidungen trifft, weil es krank ist, kann man davon ausgehen, dass es noch kränker wird und unsere Kognition entsprechend immer defizitärer. Und so muss es kommen, dass die Kluft zwischen den einen und den anderen zwangsläufig immer grösser wird, so, dass man sich am Ende vielleicht gar nicht mehr versteht.
Nur so kann man sich manche Phänomene in unserer Gesellschaft erklären, die bis vor wenigen Jahrzehnten noch undenkbar gewesen wären. Für manche Erscheinungen hätte man einem vielleicht eher die Psycho-Klinik empfohlen. Wer das heute kritisiert, wird bekämpft, gilt als konservativ oder ... na ja, wir haben dafür ja einige Begrifflichkeiten entwickelt in unserer Gesellschaft.
In jedem Fall lässt sich sagen, dass es bis vor einigen Jahren oder Jahrzehnten ja noch völlig normal war, beispielsweise Tiere zu essen. Genau genommen war es ohne ja fast unmöglich, hier in der Schweiz – ohne Kokosnuss, Soja-Schnitzel und so – zu überleben:
Die meisten Menschen waren robust und gesund, mit dem, was es vor Ort, also ganz hip: «regional», zu essen gab. Das beobachtete auch ein Weston Price vor 100 Jahren. Der dokumentierte genau, dass Menschen, die einigermaassen natürlich und von dem leben, was es halt so gibt, sehr robuste, gesunde und psychisch stabile Menschen waren – die hatten zeitgleich auch noch ein sehr gutes Gebiss. Und eben jener Weston Price zeigt auch, dass jede Kultur, die er besuchte, eine Mindestmenge an so gehaltvollen Tierprodukten in der Ernährung hatten.
Das Problem ist: wir modernen Menschen können gar nicht verstehen, was es für die menschliche Physiologie eigentlich bedeutet, drei Millionen Jahre lang Tierprodukte gegessen zu haben. Der Körper ist darauf geeicht, genau das von uns zu bekommen:
(Zu all diesen Punkten lassen sich Artikel via Suche in unserem Blog finden.)
Es gibt die Evidenz, die klar zeigt, dass wir als Menschen all das schon Jahrmillionen zuführen. Zeitgleich hat sich unsere Schädelkapazität verdreifacht, analog dazu das Gehirn. Moderne Gen-Analysen zeigen, dass Synthese-Pfade in unserer Biochemie derart atrophiert sind, dass wir viele dieser Stoffe nicht mehr in ausreichenden Mengen selbst bilden können. Und trotzdem gibt es Menschen, die vom Gegenteil überzeugt sind, die sich ernähren wie ein Hase oder ein Vogel, die in ihrer Bewertung gegenüber der Welt immer radikaler werden, die die Welt immer bösartiger und verkommener wahrnehmen.
Die traurige Wahrheit dürfte in der Mehrzahl dieser Fälle sein, dass das eigene Gehirn – und der eigene Körper – mangelernährt sind. Natürlich werden genau diese Menschen vor jedem Virus und den Folgen Angst haben, denn dem Körper geht die Robustheit verloren. Und genau diese verlorene Robustheit in uns führt dazu, dass wir die Welt im Aussen so formen und anpassen, dass das genetische Mismatch paradoxerweise immer grösser wird. Heisst, der Körper braucht eigentlich die Härte des Lebens, um via Hormesis überhaupt gesund zu sein und zu bleiben.
Das verstehen aber nur Menschen, die noch ein Fünkchen körperliche und psychische Robustheit übrig haben. Der Rest wird immer stärker in eine Abwehrhaltung gehen und anfangen, diejenigen, die das so nicht sehen, ob direkt oder indirekt zu bekämpfen.
Es geht nicht darum, sich «karnivor» zu ernähren. Es geht nicht darum, hauptsächlich Tiere zu essen. Und natürlich geht es darum, immer die Qualität zu bevorzugen. Im Endeffekt sollte aber jeder von uns regelmässig Tierprodukte essen. Nur dann kann man von einem menschlichen Körper erwarten, dass er gesund bleibt.