
Nährstoffe
Wie Arginin die Arterien gesund hält
Wie das Aminosäure Arginin durch Stickstoffmonoxid-Produktion die Arteriengesundheit schützt und ein gesundes Leben diese biochemischen Prozesse umkehren kann.

Nährstoffe
Wie das Aminosäure Arginin durch Stickstoffmonoxid-Produktion die Arteriengesundheit schützt und ein gesundes Leben diese biochemischen Prozesse umkehren kann.
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Wenn der Stoffwechsel entgleist – heisst für viele: wenn man normal westlich isst – ergeben sich ein paar unschöne biochemische Veränderungen im Körper. Das heisst, "metabolische Entgleisung" meint im Grunde, dass es eine Vielzahl an biochemischen Veränderungen im Körper gibt, die uns im Endeffekt krank machen.
Das lässt sich wunderbar beschreiben und wurde schon hundert- vielleicht tausendfach in Tierstudien gezeigt. Eine solche Veränderung ist beispielsweise, dass sich in solchen Zuständen ein Arginin-abbauendes Enzym namens Arginase hochreguliert.
Arginin ist eine Aminosäure, die man automatisch aufnimmt, wenn man Protein isst. Sie spielt wichtige Rollen im Stoffwechsel des Körpers. So ist sie beispielsweise Substrat der mächtigen endotheliale Stickstoffmonoxid-Synthase. Dieses Enzym wird von Arterien gebildet und hat die Aufgabe, u. a. mit Hilfe von Arginin, das Gas Stickstoffmonoxid (NO) zu bilden.
Kennt vielleicht der eine oder andere von Viagra. Auch in diesem Fall wird "aufgesprengt" dadurch, dass man die NO-Bildung forciert. Wofür ja auch wieder Arginin benötigt wird. Wie dem auch sei: NO, also Arginin, entspannt die Gefässe, weitet sie dadurch und als Folge wird die Durchblutung besser. Medizinisch heisst dieser Vorgang Vasodilatation.
Isst man falsch, entgleist der Stoffwechsel, hat man eben weniger Arginin zur Verfügung, da Arginase (was Arginin abbaut) hochreguliert wird. Das macht so genannte endotheliale Dysfunktion (= Arterien arbeiten nicht mehr normal, weiten sich nicht mehr ordentlich) und Bluthochdruck. Findige Wissenschaftler kamen natürlich auf die Idee, dieses Schauspiel umzukehren [Quelle nicht mehr verfügbar].
Hören wir mal hin:
"Im Gegensatz dazu verstärkten Arginase-Inhibitoren oder L-Arginin die Vasodilatation in stoffwechselkranken Ratten und hoben die Unterschiede zwischen gesunden und stoffwechselkranken Tieren auf. Schliesslich war der Blutdruck bei stoffwechselkranken Ratten signifikant erhöht. Die Verabreichung von L-Arginin oder Arginase-Inhibitoren senkte den Blutdruck bei stoffwechselkranken, aber nicht bei gesunden Tieren, und dies war mit einer Verbesserung der systemischen Arginin-Bioverfügbarkeit verbunden."
Heisst so viel wie: Durch die Arginin-Gabe oder der Verabreichung eines Arginase-Hemmers kann man diese Anomalien einfach umkehren. Also gesunde Arterien trotz ungesundem Lebensstil. Stop: Natürlich kann das nicht das Ziel sein, dass man sich schlecht ernährt und dann eine Aminosäure zum Ausgleich einwirft. Aber es zeigt zwei Dinge sehr schön:
Der Schritt in ein gesundes Leben könnte also beispielsweise von einer hohen Eiweisszufuhr oder einer Extraportion Arginin begleitet werden. Übrigens gut zu wissen: Citrullin [Quelle nicht mehr verfügbar] ist das bessere Arginin, denn Arginin – einzeln gegeben – wird schnell vom Darm verstoffwechselt. Citrullin dagegen wird im Blut schnell zu Arginin umgesetzt und erzeugt als Arginin-Vorstufe damit höhere Arginin-Spiegel als Arginin selbst.