
Ernährung
So überlebst du den Weihnachtsschmaus
An Weihnachten schlemmen und geniessen – ohne Schuldgefühle. Fünf einfache Tipps helfen dir, das Fest kulinarisch zu geniessen und dabei gesund zu bleiben.

Ernährung
An Weihnachten schlemmen und geniessen – ohne Schuldgefühle. Fünf einfache Tipps helfen dir, das Fest kulinarisch zu geniessen und dabei gesund zu bleiben.
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Ach ja, so neigt sich das Jahr schon dem Ende zu. Wieder einmal. Und wir stehen vor einer der wichtigsten Fragen des Jahres:
Wie überlebe ich das Schlemmen?
Okay, okay – natürlich sagen wir das soeben augenzwinkernd. ;-) Gleichwohl wollen wir dir den einen oder anderen Tipp mitgeben, wie du das Weihnachtsfest kulinarisch geniessen kannst.
Zuallererst und gleich vorweg: Rein physiologisch sind drei, vier Tage bezogen auf ein ganzes Jahr nicht entscheidend.
Genauso wenig, wie du in drei Tagen schlanker oder durch drei Trainingseinheiten muskulös wirst.
Vier Tage sind ca. 1 % des ganzen Jahres – wenn du in 80–90 % deiner Zeit minimalprozessierte Lebensmittel bevorzugt hast, brauchst du dir an Weihnachten über einen Lebkuchen mehr oder weniger keine Gedanken zu machen. Think about it!
Doch natürlich darf man auch an Weihnachten die B-Variante der totalen Eskalation wählen…
Auch das Weihnachtsessen an sich lässt sich mit ein, zwei kleinen Tipps und Tricks etwas optimieren, indem man wie gewohnt auf die Qualität achtet.
Beispiel: Erst vor wenigen Jahren wurde wieder gezeigt, dass Kartoffeln erheblich sättigender sind als Teigwaren und Reis (1). Wenn du bei Kohlenhydraten also all-in gehen willst, könntest du ja eher an Pellkartoffeln oder gar an Kartoffelknödel statt an Teigwaren denken.
Ein weiteres Beispiel: Schokonikoläuse und ‑weihnachtsmänner gibt es heutzutage nicht nur in der sehr gezuckerten Vollmilchvariante, sondern auch mit höherem Kakaoanteil. Schmeckt meistens genauso gut oder besser – ist aber vor allem gesünder.
Bei vielen nicht-veganen Haushalten wird es Braten oder einen anderen Fleischtyp geben. Braten ist aus ernährungsphysiologischer Sicht gar nicht schlecht, denn er ist relativ mager und liefert eine erhebliche Portion Eiweiss.
Merke: Ein grosser Teil des zugeführten Eiweisses geht in den Erhalt deiner Magermasse. Ausserdem hat Eiweiss den ausgeprägtesten Effekt auf die Thermogenese, d. h., bis zu einem Drittel der Eiweisskalorien werden einfach verheizt.
Eiweiss sättigt zudem sehr robust. Wenn du also zunächst Grünzeug und Eiweiss bevorzugst und die Teigwaren (besser: die Kartoffeln ;-) später auf den Teller packst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du's damit nicht mehr übertreiben wirst.
Es klingt ja fast nach Binsenweisheit, aber viele Menschen beachten einfach gar nicht, dass ihnen am Tag ja ein Kalorienbudget zur Verfügung steht.
Wenn du abends sehr wahrscheinlich grosszügig essen möchtest – und somit also gar keinen Bock auf die bereits genannten Tipps hast –, dann darfst du tagsüber natürlich gerne weniger essen.
Fasten, intermittierendes Fasten und temporäre Kalorienrestriktion sind auch aus gesundheitlicher Sicht ein Tool, das wir in unseren westlichen Gesellschaften viel zu selten nutzen. Wieso nicht mal bewusst über die übersättigten Weihnachts‑ und Neujahrstage?
Je nach Persönlichkeitstyp möge man sich vielleicht auch am japanischen Hara hachi bu orientieren – bei 80 % ist Schluss.
Vorteil: Du kannst einfach essen. Vom Teigwarensalat über die Mascarpone, kein Problem. Nur: Du solltest kleinere Portionen wählen und die Teller etwas knapper bestücken.
Das wäre ja auch immerhin ein tolles Motto für das neue Jahr – Mässigung ist in vielen Lebensbereichen vorteilhaft.
Egal, wie man es dreht oder wendet: Man kann, darf und soll die Weihnachtstage geniessen, auch aus Sicht des Essens. Du solltest dich also nicht stressen oder gar ein schlechtes Gewissen haben.
Zwischen strenger Askese und totaler Eskalation gibt es durchaus sinnvolle Tipps, die wir dir hiermit hoffentlich mit auf den Weg geben konnten. :-)
Wir melden uns rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest – nächsten Sonntag – nochmal bei dir.