
Longevität
Künstliches Verhalten
Unser Gehirn färbt die Welt so ein, dass wir lebensfähig sind. Doch mit künstlichen Erfindungen sägen wir oft an unserem eigenen Ast – von Umweltgiften bis zu hochverarbeiteten Lebensmitteln.

Longevität
Unser Gehirn färbt die Welt so ein, dass wir lebensfähig sind. Doch mit künstlichen Erfindungen sägen wir oft an unserem eigenen Ast – von Umweltgiften bis zu hochverarbeiteten Lebensmitteln.
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Und das muss auch so sein: Könnte der Mensch nämlich wirklich begreifen, wie klein und nichtig seine Existenz in den unendlichen Weiten des Universums wirklich ist, wäre er nicht lebensfähig.
Wir sehen die Welt also nie, wie sie wirklich ist, sondern immer, wie der Überlebensapparat Gehirn sie uns einfärbt. Das ist meistens so verworren und «ausgeklügelt» gemacht, dass wir es gar nicht merken – wir halten uns selbst ja auch für viel zu wichtig.
Wenn wir körperlich und psychisch vollkommen gesund sind, ist das Leben von Anfang bis Ende eine perfekte Matrix. Das Gehirn verleiht dem Leben Sinn.
Erst, wenn wir es nicht mehr sind, kriegt die Matrix Risse und wir beginnen, auch kleine Ausschnitte der (unschönen) Realität zu sehen.
Merken Menschen z. B., wenn ihnen mal Testosteron fehlt. Merken sie auch, wenn im Frontallappen hinter der Stirn das Dopamin fehlt. Der Liedermacher Funny van Dannen zeigte uns eine Welt, wie sie oft erfahren wird, wenn uns Schilddrüsenhormone fehlen (lustig, wie viele Menschen bei dem Lied auch noch lachen!).
Die Kombination aus hoher Störanfälligkeit unserer «perfekten menschlichen Matrix» und unserer ureigenen Egozentrik, sorgen dafür, dass wir oft auch an unserem eigenen Ast sägen.
Vieles von dem, was der Mensch erfindet und von dem er glaubt, er habe es besser gemacht als die Natur, als die Evolution, hat sich als katastrophales Sägen am eigenen Ast erwiesen.
Auch hier ist unser Gehirn am Werk. Denn ohne es zu merken, werden wir stets von dieser Überlebensmaschine veräppelt.
Wer das nicht durchschaut, wer sich und seine eigene Biologie also nicht durchschaut und sich selbst und seinen Körper an die Hand nimmt, wie man es mit einem Hund oder einem anderen Tier machen würde, wandert auf Irrwegen.
Uns modernen Menschen wurde die Bürde auferlegt, eigenverantwortlich und selbstständig dafür zu sorgen, dass wir gesund bleiben können.
Mit so einer Frage musste sich kein einziger Aborigine oder Buschmann jemals herumschlagen, denn die leben noch in der eingangs genannten «perfekten Matrix eines Menschen».
Doch statt hier einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, macht der Mensch ganz kleinkariert und engstirnig weiter mit seinem Treiben. Heute also soll ein Mensch statt hochwertiges Fleisch lieber ein Stück Fake-Fleisch aus dem Labor essen – das sei gesünder.
Wie kann man das nur wirklich glauben? Ein Stück Fake-Fleisch enthält wahrlich nix, was einer menschlichen Physiologie in irgendeiner Weise zuträglich wäre. Stattdessen kratzen wir damit abermals Risse in unsere uns gesundhaltende Matrix.
Auch, wenn sich Forscher viel Mühe geben, per «Wissenschaft» das Gegenteil zu beweisen: Es gelingt immer seltener. Ein bestes Beispiel hierfür haben wir gerade in unserem Blog aufgearbeitet. Lesen lohnt sich.