
Antioxidantien
Wenn «Antioxidantien» heilen
Corona beeinträchtigt die Mitochondrienfunktion durch freie Radikale. Eine neue Studie zeigt, wie gezielte Antioxidantien diesen Prozess hemmen und die Zellenergie schützen.

Antioxidantien
Corona beeinträchtigt die Mitochondrienfunktion durch freie Radikale. Eine neue Studie zeigt, wie gezielte Antioxidantien diesen Prozess hemmen und die Zellenergie schützen.
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Immer wieder liest man in der Presse davon, dass «Antioxidantien» überflüssig seien oder gar schaden würden. Das ist natürlich … irreführend.
Wären Antioxidantien per se überflüssig, würde der Körper kein ganzes Arsenal an antioxidativen Enzymen bilden, die vor dem sogenannten oxidativen Stress, also einem Überschuss von freien Radikalen, schützen sollen.
Enzyme und Proteine, die einen engen Zusammenhang mit Langlebigkeit und Schutz vor Erkrankungen zeigen, wie das berühmte FOXO3A, regulieren oft genau solche Antioxidantien hoch, erhöhen in den Zellen also die Menge an Antioxidantien.
Wenn man also schon vor dem «bösen Vitamin C» und Co. warnt, sollte man der Vollständigkeit halber auch erwähnen, dass Antioxidantien an sich in der Regel gewinnbringend sind.
Eine neue Studie, die soeben im Fachmagazin PNAS veröffentlicht wurde, bestätigte dies einmal mehr.¹ Das ist so spannend, dass wir dir davon berichten möchten.
Die Studie fand heraus, dass das Coronavirus die Funktion unserer Mitochondrien («Kraftwerke der Zellen») beeinträchtigt. Das ist ungünstig, denn beschädigte Mitochondrien sorgen für einen deutlichen Energieabfall in den Zellen.
Statt nun weiter fröhlich Fette zu verbrennen, vergärt die Zelle mehr Zucker und die beschädigten Mitochondrien erzeugen mehr … freie Radikale, verursachen also oxidativen Stress. Der Punkt: Genau das liebt und braucht das Coronavirus für seine Vermehrung.
Die Forscher zählten eins und eins zusammen und steigerten die Antioxidantienfunktion innerhalb der Mitochondrien. Und dann passierte ein bisschen Magie:
Es passierte im Grunde also genau das, was man sich generell von einer Covid-Behandlung erwünscht. Durch gezielte Mito-Antioxidantien.
Die Forscher sprechen explizit von «Schlüsselsignal» des Coronavirus innerhalb unserer Zelle, das die Vermehrung der Viren antreibt – dieses Schlüsselsignal sind die blockierten Mitochondrien und der erhöhte oxidative Stress.
Ein Schlüsselsignal für die Virusvermehrung also... Gelindert oder verhindert durch gezielte Antioxidantiengabe – QED!
Wir können die Art und Weise dieser speziellen Erhöhung der Antioxidantienfunktion dieses Versuchsmodells nicht nachahmen. Aber auch wir haben die Möglichkeit, unsere Mitos gezielter mit Antioxidantien zu schützen.
Hier hätten wir nur eine ganz kleine Bandbreite an Möglichkeiten ausgeschöpft, die Antioxidantienlevel in unseren Zellen zu verbessern und uns so möglicherweise vor kurz- oder langfristigen Folgen einer Coronaerkrankung zu schützen.
Manchmal finden wir in der komplexen Biochemie einen roten Faden. So einen haben wir hier von klugen Menschen präsentiert bekommen.
Kurzum: Corona stört die Balance im Antioxidantien-Haushalt der Mitochondrien und sorgt somit für eine Mito-Funktionsstörung, was wiederum dem Virus in die Karten spielt und uns folglich krank macht.
Hier konnte gezeigt werden, dass wir durch Antioxidantien einen Fuss in die Tür bekommen und diesen krankmachenden Prozess hemmen können.
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¹ Joseph W. Guarnieri et al. Mitochondrial antioxidants abate SARS-COV-2 pathology in mice. Proceedings of the National Academy of Sciences, 2024; 121 (30) DOI: 10.1073/pnas.2321972121