
Ernährung
Fettverbrennung
Fettverbrennung ist ein System aus zwei Metabolismusschritten, die sich gegenseitig hemmen. Durch gezieltes Essen und Supplementation mit Mikronährstoffen lässt sich dieser Prozess optimieren.

Ernährung
Fettverbrennung ist ein System aus zwei Metabolismusschritten, die sich gegenseitig hemmen. Durch gezieltes Essen und Supplementation mit Mikronährstoffen lässt sich dieser Prozess optimieren.
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Fettverbrennung ist für viele noch immer ein Mysterium. Dabei ist das Kernprinzip einfach zu verstehen. Das wollen wir heute noch einmal kurz aufarbeiten.
Die Basics
Die Zelle nutzt zur Energiegewinnung ein «duales System». Sie kann entweder Kohlenhydrate (Glukose) oder Fette (Fettsäuren) oxidieren. Punkt.
Beide Stoffwechselwege ergänzen sich, um den Energiebedarf zu decken. Sie hemmen sich aber auch gegenseitig – der biochemische Mechanismus dahinter nennt sich Randle-Zyklus, benannt nach seinem Entdecker Sir Philip Randle (1963).
Und das geht so: Bei Kohlenhydratflut wird die Fettverbrennung gebremst. Bei Fettflut (z. B. durch Übergewicht oder beim Fasten) wird die Kohlenhydratverbrennung gehemmt.
Daraus leiten sich zwei einfache Kredos ab:
Wohlgemerkt: Auch wer wenig oder keine Kohlenhydrate isst, führt automatisch mehr Fett zu, da der Körper in diesen Szenarien mehr Fettsäure aus dem Fettgewebe abgibt – das kommt freilich so dann auch an den Zellen an.
Okay – und was heisst das jetzt für uns?
Dass die meisten nicht gut darin sind, Fette zu oxidieren. Daten zeigen, dass auch in der Schweiz Menschen über 50 % Kohlenhydrate essen, 90 % davon sind besonders schnelle («minderwertige») Kohlenhydrate, also Zucker, Weissmehl und Co.¹
Diese haben durch die massive Zucker- und folglich Insulinflut nochmal einen besonders schlechten Einfluss auf den Fettstoffwechsel.
Das Resultat: Der Fettstoffwechsel atrophiert, sodass die Zelle mehr und mehr eine «Kohlenhydratsucht» entwickelt. Später heisst es beim Arzt dann Insulinresistenz, Diabetes, Fettstoffwechselstörung oder schlicht: Übergewicht.
Dieses Wissen lässt sich natürlich auch zu unserem Vorteil nutzen. Das könnte so aussehen:
Und so weiter… Genau damit erreichen wir nämlich unser Ziel: Wir trainieren die Zelle, wieder mehr Fette zu oxidieren. Auch hier stellt sich dann natürlich ein Automatismus ein, sodass der Körper immer besser darin wird, wieder von seinen Fettspeichern zu zehren.
«Halt, Stopp!»
Ups. Fast was vergessen, nicht wahr? Insbesondere die Fettverbrennung braucht nämlich funktionale Mitochondrien, also «Zellkraftwerke», in denen Fette verbrannt werden. Bei vielen Menschen sind diese defekt, und zwar hausgemacht.
Für die Fettverbrennung braucht's beispielsweise…
Insbesondere Cholin sticht hier heraus. Mangelt es Tieren an Cholin in der Nahrung, verfettet die Leber und die Gewebe setzen zu wenig Energie um, das heisst, Fette stauen sich und werden nicht adäquat verbrannt. [Quelle nicht mehr verfügbar]
Studien zeigen immer wieder die schlechte Versorgung in der Schweiz.² Wie die meisten anderen Stoffe, die's für eine gute Fettverbrennung braucht, kommt auch Cholin hauptsächlich in tierischen Produkten vor, Spitzenreiter: Eier.
Apropos Eier: Diese lassen Ratten dosisabhängig erschlanken.³ Könnte unter anderem am hochkonzentrierten Cholin liegen.
Der Plan
Wir hatten natürlich längst [Quelle nicht mehr verfügbar]. Der dürfte mit 20'000 Klicks nach 1 ½ Jahren einer der meistgelesenen Artikel bei uns sein. Vielleicht auch für dich interessant.
Doch Vorsicht: Ein grosser Denkfehler ist immer wieder, dass «viel Fettverbrennung» gleichzusetzen mit «viel Fettverlust» ist. Das ist natürlich Quatsch. Eine gute Fettverbrennung hilft, mehr Körperfett zu verbrennen und erhöht so die Wahrscheinlichkeit, dass du Körperfett verlierst.
Wenn du dich unter einer kohlenhydratarmen Ernährung jedoch mit Fetten mästest und über deinem Energiebedarf isst, wirst auch du keinen Fettverlust haben. Die Fettbilanz sollte dann schon negativ sein ;-)