
Darmgesundheit
Gesundheit aus dem Darm
Der Darm ist zentral für deine Stoffwechselgesundheit. Eine neue Studie zeigt, wie Ballaststoffe und Darmbakterien deine Metabolik massiv verbessern können.

Darmgesundheit
Der Darm ist zentral für deine Stoffwechselgesundheit. Eine neue Studie zeigt, wie Ballaststoffe und Darmbakterien deine Metabolik massiv verbessern können.
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Magenverkleinerungen sind heute ein probates, gängiges Mittel, um Menschen beim Abnehmen zu helfen. Natürlich betrifft das in erster Linie Menschen, deren Stoffwechselgesundheit auf eine andere Weise möglicherweise nicht mehr zu "retten" ist. Operationen sollten prinzipiell das letzte Mittel der Wahl sein.
Jedenfalls lässt sich hier häufig eine drastische Gewichtsabnahme beobachten – auch verknüpft mit einer extremen Verbesserung der Stoffwechselgesundheit, bis hin zur Typ-2-Diabetes-Remission.
Das Thema wird sehr gut erforscht und die Datenlage zeigt, dass es hierbei gar nicht so sehr um die tatsächliche Magenverkleinerung und das daraus folgende "Friss die Hälfte" geht, sondern darum, dass dieser operative Eingriff eine ganze Reihe von Folgen hat, die sich positiv auf den Stoffwechsel auswirken.
Der eine oder andere wird sich fragen: "Darmhormone? – Wat sollsch damit?" Antwort: Diese "guten" Darmhormone regulieren die systemische Gesundheit, haben also z. B. Einfluss darauf, wie gut die Bauchspeicheldrüse funktioniert. Aha! So schließt sich der Kreis.
Nun soll das keine Werbung für Magenverkleinerungen werden. Stattdessen geht es um eine Studie, die unter anderem Magenverkleinerungen untersucht. Diese Studie untersucht aber auch die Effekte von fermentierbaren Fasern, in unserer Sprache: Ballaststoffe – genau genommen geht's um Inulin. Kennt vielleicht der eine oder andere.
Jedenfalls konnte diese neue Arbeit, veröffentlicht im renommierten Fachmagazin Cell Metabolism, zeigen, dass sowohl Magenverkleinerung als auch der o. g. Ballaststoff, zur massiven Wiederbesiedlung des Darms mit förderlichen Darmbakterien beitragen. Speziell geht es hier um die bekannten Bakterienklassen der Bifido- und Lactobazillen, die beide gemein haben, dass sie Ballaststoffe zu Laktat (Salz der Milchsäure) abbauen. Daher auch der bekannte Name: Milchsäurebakterien.
Jetzt die "Pointe": Diese förderliche Rebesiedlung mit Laktat-produzierenden Bakterien sorgte über die Bildung von ebendiesem Laktat dafür, dass ein – Überraschung – "gutes" Darmhormon, nämlich Reg3g, vermehrt gebildet wird. Dieses Reg3g ist ein antimikrobiell wirkendes Protein, das für eine gesunde Darmflora sorgen soll. Neue Untersuchungen zeigen jedoch, dass es nicht nur lokale Effekte, sprich Effekte im Darm hat, sondern auch systemische – es wirkt auf sämtliche Organe.
Die Studie konnte nun zeigen, dass sowohl Inulin (Ballaststoff) als auch die Magenverkleinerung über die gesteigerte Bildung von Reg3g die Stoffwechselgesundheit verbessern, sprich für eine bessere Glukose-Toleranz, für eine bessere Funktion der Bauchspeicheldrüse und für eine niedrigere Körperfettmasse sorgen. Zudem verbesserte Reg3g die Darmbarrierefunktion, machte also den Darm gesünder.
Die Autoren folgern: "Diese Daten deuten darauf hin, dass Reg3g sowohl im Lumen als auch als Darmhormon eine Verbindung zwischen dem Darmmikrobiom und verschiedenen Aspekten der Wirtsphysiologie herstellt, die für neue Behandlungsstrategien genutzt werden kann." Die Ergebnisse sind auf diesem Bild nochmal gut zusammengefasst.
Diese Studie ist ein hervorragendes Beispiel ...
Wie? Zum Beispiel, indem du dein Gemüse isst. Zum Beispiel, indem du Probiotika oder Fermente zu dir nimmst. Zum Beispiel, indem du Säuren bzw. Milchsäure (Laktat) direkt zuführst (= die Lake der milchsauervergorenen Gurken, z. B.). Zum Beispiel, indem du deinen A... bewegst und Sport treibst. Oder – wie in unserem neuen Blog-Artikel dargelegt – zum Beispiel dadurch, dass du dich nicht wie dein Nachbar (mit Süssigkeiten und Co.) ernährst.
Dann brauchst du auch keine Magen-Operation.